Sonntag, 17. Dezember 2017

Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Adventswochenende

Guten Morgen! Es ist der dritte Adventssonntag und somit wieder Zeit für Arianas Vorweihnachts-Lesewochen.
Nachdem ich gestern noch eine ganze Reihe von Einkäufen erledigt habe, ist heute wieder ein eher ruhiger Tag angesagt. Ich habe bereits eine gute Stunde im Bett gelesen und dabei endlich Das Labyrinth der Lichter ausgelesen (mit fast 1000 Seiten mein bislang dickstes Buch in diesem Jahr).
Mir hat der Roman gefallen, aber es gab doch einiges, das mich daran gestört hat und das Ende hat sich ziemlich gezogen. Als Abschluss für die "Friedhof der Vergessenen Bücher"-Serie hat sich das Lesen auf jeden Fall gelohnt, aber rückblickend finde ich doch, dass "Der Schatten des Windes" auch gut für sich alleine hätte stehen können.

Ich wollte heute eigentlich vor dem Frühstück wieder laufen gehen, aber ich konnte mich bisher noch nicht dazu aufraffen, zumal es mir draußen eisig kalt vorkommt. Ich werde jetzt stattdessen ein wenig Yoga machen und mir dann ein gemütliches Frühstück gönnen. Bis später!


Update um 14:00

Ich habe den Vormittag heute zum Teil mit Häkeln verbracht (meine Nichte wünscht sich gehäkelte Kosmetikpads zu Weihnachten - das ist doch mal ein einfacher Wunsch :-)) und dabei dem Hörbuch A Little Princess von Frances Hodgson Burnett gelauscht. Auch so ein Klassiker, den ich bislang weder gelesen noch gesehen habe, dessen Einstieg mir aber sehr gut gefällt.

Bei mir sind übrigens schon die ersten weihnachtlichen Buchgeschenke eingezogen, da ich letzte Woche ja mit meinen Freundinnen bereits gefeiert habe. Ich habe Meine Reise mit Charley von John Steinbeck und die Graphic Novel Im Eisland. Band 1: Die Franklin-Expedition von Kristina Gehrmann geschenkt bekommen.
Außerdem habe ich mich nach der stressigen Zeit rund um meinen verfrühten Aufbruch zur Dienstreise selbst mit einem Buch beschenkt, das ich schon seit langem auf meiner Wunschliste hatte: Die Saga von Gösta Berling von Selma Lagerlöf. Es handelt sich um die fast schon unverschämt teure Ausgabe von "Die Andere Bibliothek", aber da ich diese Ausgabe schon bei Nils Holgersson sehr mochte, habe ich schon lange auf die passende Gelegenheit gewartet, um mir dieses Buch zu kaufen.
Auf alle drei Bücher bin ich schon sehr gespannt.


Ich verabschiede mich nun mal für den Nachmittag, da ich bei Freunden zum Teetrinken und Spielen eingeladen bin. Voraussichtlich werde ich dann am Abend noch einmal ein kurzes Update posten.


Update um 23:00

Ich bin seit etwa 22:00 wieder zuhause und hatte einen sehr netten Nachmittag und Abend. Wir haben zuerst Kodama gespielt, das ein sehr putziges und auch hübsches Spiel ist.
Danach haben wir uns an einen weiteren Fall von Sherlock Holmes Consulting Detectives gewagt, hatten aber ziemliche Schwierigkeiten damit. Bei diesem Spiel versucht man, Fälle zu lösen, indem man an verschiedenen Orten in London Zeugen befragt, Archive aufsucht, usw. Es ist seine sehr gute und auch einfache Spielidee, aber wenn man nicht von Anfang an in die richtige Richtung ermittelt, kann man sich dabei ziemlich verzetteln. Mal sehen, ob wir beim nächsten Mal wieder erfolgreicher sind (den ersten Fall haben wir vor etwa einem Monat gelöst und dabei ist es uns recht gut gegangen).

Nun werde ich ins Bett verschwinden und vielleicht noch ein wenig meinem Hörbuch lauschen.

Habt eine gute Woche!

Samstag, 16. Dezember 2017

Frida Nilsson - Siri und die Eismeerpiraten


erschienen bei Gerstenberg
woher: Buchhandlung Kuppitsch


Im Eismeer macht der gefürchtete Piratenkapitän Weißhaupt Jagd auf Kinder, um sie in seiner Diamantenmine auf einer Insel, deren Lage niemand kennt, schuften zu lassen. Als er die kleine Schwester von Siri raubt, wagt diese etwas, wozu noch kein Erwachsener den Mut gefunden hat: Sie macht sich auf, um Weißhaupt zu finden und ihre Schwester zurückzuholen. Aber es ist keine einfache Reise und Weißhaupt nicht der einzige gefährliche Mensch im Eismeer.

"Siri und die Eismeerpiraten" ist eine klassische Abenteuergeschichte mit phantastischen Elementen. Schon, wenn man das Buch aufschlägt und die Karte betrachtet, wird man in eine atmosphärische Inselwelt hineingezogen mit wundervollen Namen wie Unbehag, Nordwog und Katzenschären. Friederike Buchinger, die den Roman aus dem Schwedischen übersetzt hat, hat nicht nur beim Text, sondern auch bei den Namen eine tolle Arbeit geleistet.

Blauwiek heißt das kleine Fischerdorf, in dem die zehnjährige Siri mit ihrer kleinen Schwester Miki und ihrem Vater lebt. Als Siri in einem unbedachten Moment ihre Schwester an den gefürchteten Weißhaupt verliert, bricht sie zu einer wahren Odyssee quer durch das Eismeer auf. Sie kämpft sich hartnäckig voran, macht sich unterwegs weitere Feinde und findet aber auch Freunde, die ihr treu zur Seite stehen. Diese helfen ihr, nicht den Glauben an das Gute zu verlieren, auch wenn sie manchmal das Gefühl hat, es gäbe keine Menschlichkeit mehr in der Welt:

"Es gibt einen Mann, der benutzt Kinder, als wären sie Tiere. Das hatte ich immer gesagt, wenn wir zu Hause auf unserer Schlafbank lagen. Was ich damals nicht wusste, war, dass Weißhaupts Grube Kinder in Tiere verwandelte. Ja, so war es. Wir waren nicht länger Kinder, wir waren Tiere auf drei Beinen, Tiere, die aus Näpfen aßen, Tiere, die nur sich selbst halfen und niemandem sonst."

Frida Nilsson wird teilweise mit Astrid Lindgren verglichen und obwohl ich bei solchen Vergleichen immer skeptisch bin, musste auch ich bei "Siri und die Eismeerpiraten" einige Male an "Die Brüder Löwenherz" denken. Auch in diesem Roman hier passiert viel Grausames und Trauriges, aber er bleibt dennoch kindgerecht und voller Hoffnung. Und wie Lindgren schafft Nilsson auch den Spagat zwischen einem poetischen, fast ein wenig altmodisch anmutenden Schreibstil und einer dennoch sehr einfach zu lesenden, äußerst spannenden Geschichte. 
Siri ist zudem eine wunderbare, sympathische Heldin, die - wie auch die Nebenfiguren - mehrschichtig angelegt ist und auch immer wieder mit ihren Schwächen und Ängsten zu kämpfen hat. 

Ein rundum gelungenes, zeitloses Buch, das zum Nachdenken anregt und nicht nur für Kinder ab etwa zehn Jahren, sondern auch für Erwachsene sehr zu empfehlen ist.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Vorweihnachts-Lesewochen 2017 - 2. Adventswochenende

Ariana veranstaltet wieder die traditionellen Vorweihnachts-Lesewochen, bei denen ich vorige Woche erst sehr spät eingestiegen bin, dafür aber winterliche Impressionen aus dem Salzkammergut mitgebracht habe.

Heute schaffe ich den Einstieg zumindest etwas früher. Ich dachte, ich hätte nun ein eher ruhiges Wochenende, aber irgendwie hatte und habe ich doch einiges zu tun. Mal sehen, ob ich mir heute dennoch ein bisschen einen gemütlichen Nachmittag machen kann.
Immerhin war ich heute schon laufen und die letzten beiden Tage habe ich auf Hochtouren Kekse gebacken:

im Uhrzeigersinn: Vanillekipferl, Nutellakekse, Maronitaler,
Butterkekse (Sterne), Oreotrüffel, Spekulatius-Marzipan-Kugeln

Bei all dem Keksausstechen, Verzieren, etc. hatte ich einige Zeit, meinem Hörbuch zu lauschen und so bin ich mit Mord im Orientexpress gut vorangekommen. Ich kenne diesen vielleicht berühmtesten Krimi von Agatha Christie zwar schon, aber nach der enttäuschenden Neuverfilmung hatte ich das Bedürfnis, ihn mal wieder zu lesen. Da ich heute noch einiges in der Wohnung erledigen muss, werde ich vielleicht noch ein bisschen weiterhören und die Situation mit dem eingeschneiten Zug passt ja auch sehr gut in die Adventszeit.
Ich werde mich jetzt auch gleich mal ans Aufräumen und Putzen machen - bei mir ist morgen Abend eine Weihnachstfeier geplant und aktuell ist meine Wohnung nicht wirklich vorzeigbar.

Und was sind eure Pläne für den heutigen Tag?


Update um 17:00

Ich habe fast alles erledigt, was für heute auf den Plan stand (und Mord im Orientexpress fast zu Ende gehört) - nun werde ich gleich noch für die Weihnachtsfeier morgen Abend vorkochen.

Außerdem habe ich erstmals schon vor dem letzten Adventswochenende einen Baum gekauft und geschmückt. Da ich über die Weihnachtsfeiertage ohnehin nie in Wien bin, habe ich viel mehr davon, wenn ich ihn schon die Adventszeit über bei mir stehen habe. Dazu kommt, dass ich ohnehin meist in der ersten Adventhälfte weihnachtlicher gestimmt bin als dann tatsächlich zu Weihnachten.

Ich habe dieses Jahr einen ungewöhnlich großen Baum (irgendwie sah der beim Verkaufsstand neben all den riesigen Tannen so unschuldig klein aus) und erstmals auch eine Lichterkette. Echte Kerzen finde ich zwar schöner, aber die sind mir doch zu gefährlich.

Nun werde ich mich also mal aufs Kochen stürzen und danach ist dann hoffentlich endlich Zeit, um mich gemütlich aufs Sofa zu kuscheln.

 

Robert Galbraith - Die Ernte des Bösen

erschienen bei Random House Audio
ungekürzte Lesung von Dietmar Wunder
woher: Büchereien Wien


Gerade, als es im Detektivbüro von Cormoran Strike gut zu laufen scheint, bekommt seine Assistentin Robin Ellacott ein Paket zugesendet, das ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Cormoran wird schnell klar, dass der Täter jemand aus seiner Vergangenheit sein muss und kann den Kreis der Verdächtigen auf drei Personen einkreisen. Als in London weitere Morde passieren, beginnt für Robin und Cormoran ein Wettlauf gegen die Zeit.

"Die Ernte des Bösen" ist der dritte Fall von Cormoran und Robin. Handelte es sich bei den ersten beiden um klassische Krimis, so geht dieser teilweise eher in Richtung Thriller: Einige Kapitel sind aus der Sicht des Mörders geschrieben (ohne, dass dessen Identität dabei klar werden würde) und es geht um einen persönlichen Rachefeldzug gegen Strike. 
Ich bin kein großer Fan von Fällen, in die der Detektiv persönlich verstrickt ist und leider bildet dieser Krimi keine Ausnahme. Noch dazu waren mir die psychischen Abgründe der Verdächtigen zu extrem, zu übertrieben.

Ich fand auch die Ermittlungsarbeit diesmal nicht besonders gut dargestellt. Sowohl die Polizei als auch das Ermittlerduo tappen zu lange ziellos im Dunkeln und scheinen kaum einmal über das Täterprofil nachzudenken. Für mich persönlich hat sich schnell klar ein Verdächtiger herausgeschält, da ich einen gewissen Modus Operandi zu erkennen glaubte, aber Cormoran und Robin kommen kaum jemals auf die Idee, die Art und Vorgehensweise des Täters mit den vergangenen Verbrechen der drei Verdächtigen zu vergleichen.

Obwohl mich der Kriminalfall also nicht überzeugen konnte, habe ich aber gern der Lesung gelauscht. Das lag vor allem an den sehr gut ausgestalteten Hauptfiguren, die hier sehr viel Raum bekommen, um sich zu entfalten und weiter zu entwickeln. Manchmal empfinde ich es als störend, wenn es in einem Krimi zu viel um das persönliche Leben der Ermittler geht, aber bei so überzeugend gezeichneten und sympathischen Figuren wie Cormoran und Robin hat es mir Freude gemacht, sie noch besser kennenzulernen als in den ersten beiden Bänden.

Einziger Wermutstropfen bei den Figuren: Es fällt mir einerseits sehr schwer nachzuvollziehen, was Robin noch bei Matthew hält, mich nervt aber andererseits auch das Hin und Her zwischen Cormoran und Robin. Mir ist es egal, ob sie nun einfach Freunde bleiben oder ein Liebespaar werden (für mich fühlt sich beides richtig an) - ich hätte nur gern eine klare Richtung. Irgendwann ist die Frage "kriegen sie sich oder nicht" einfach ausgereizt und ich finde es auch ein wenig billig, auf diese Art von Spannung zu setzen.

Alles in allem war "Die Ernte des Bösen" für mich eher mittelmäßig. Die Kriminalfälle haben mir in den ersten beiden Bänden deutlich besser gefallen, aber die Konzentration auf die Figuren und ihr Leben abseits des Detektivbüros fand ich durchaus interessant. Trotz einiger Schwächen freue ich mich daher auf den nächsten Band.

Am Rande noch kurz ein paar Worte zur Verfilmung der Bücher in Form der BBC-Serie "Strike": Ich finde die TV-Adaption sehr gut gelungen und auf jeden Fall empfehlenswert. Tom Burke als Cormoran Strike mag ein wenig zu gutaussehend sein, aber er fängt den Charakter des Detektivs exzellent ein und Holliday Grainger ist eine ganz wunderbare Robin.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Persönliche Challenge 2017: Kampf den SuB-Leichen (Fazit)

Ich habe mir in diesem Jahr das Ziel gesetzt, meine "SuB-Leichen" endlich zu lesen und das hat auch sehr gut geklappt. Dazu muss ich sagen, dass die meisten dieser Bücher etwa ein Jahr vorher eingezogen sind und nur ein paar tatsächlich schon sehr lange bei mir im Regal standen. Für die Challenge habe ich letztendlich alle Bücher, die ich mindestens seit 2016 hatte, als SuB-Leichen gezählt. Manche von denen hatte ich erst wenige Monate auf meinem SuB, aber das ist für mich eigentlich schon zu lang: Die größte Lust ein Buch zu lesen, habe ich immer dann, wenn es neu bei mir eingezogen ist - und dann sinkt das Interesse bei mir leider von Monat zu Monat sehr schnell. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass ich seit meiner Kindheit regelmäßig die Bücherei aufsuche und also nicht daran gewöhnt bin, dass Bücher sehr lange ungelesen bei mir zuhause herumstehen.

In diesem Beitrag möchte ich einen Überblick darüber geben, welche Bücher ich im Zuge der Challenge gelesen habe, wie lange sie zu dem Zeitpunkt bereits bei mir waren und wie es mir dann damit gegangen ist. Am Ende des Beitrags findet ihr dann ein Gesamtfazit.

Der Stapel ist nicht ganz vollständig: Ein Buch habe ich
bereits aussortiert; zwei Bücher sind gerade verliehen

1. Martin Schemm - Der Goldschatz der Elbberge (Kurzrezension)
(eingezogen: April 2014; gelesen: Jänner 2017)
Dieses Buch war ein klassischer Fehlkauf. Es klang nach einem etwas anderen historischen Roman, aber schon zu dem Zeitpunkt, als es bei mir eingezogen ist, war ich mir nicht mehr sicher, ob das wirklich das richtige Buch für mich wäre. Dementsprechend ist es quasi auch bleischwer auf dem SuB gelegen und ich habe es lange vor mir hergeschoben. Beim Lesen ging es mir dann ähnlich damit: Es war zäh, nicht direkt schlecht, aber auch kein Buch, das ich weiterempfehlen würde und letztendlich war ich froh, als ich damit durch war. Wurde dann auch schnell aussortiert.

2. Hans Traxler - Die Wahrheit über Hänsel und Gretel (Rezension)
(eingezogen: Mitte 2016; gelesen: Februar 2017)
Bei diesem Buch wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Es hat sich nach dem Kauf zeitlich nie passend ergeben, aber ich habe im Zuge der Challenge sehr gern dazu gegriffen und fand es toll.

3. Barbi Markovic - Superheldinnen
(eingezogen: Februar 2016; gelesen: Februar 2017)
Dieses Buch hat eine Lehrgangs- und Arbeitskollegin von mir geschrieben. Ich habe es gleich nach dem Erscheinen gekauft, mich dann aber vor dem Lesen gedrückt, da ich Angst hatte, es würde mir nicht gefallen. Da es diesen Februar als Thetaerstück umgesetzt wurde, wollte ich es vorher endlich lesen. Mir hat das Buch gefallen, wenn ich auch nicht ganz davon überzeugt war - die Umsetzung als Theaterstück fand ich dann nochmal um eine Ecke besser.

4. Brandon Sanderson - The Rithmatist (Rezension)
(eingezogen: August 2015; gelesen: April 2017)
Dieses Buch habe ich mir von Elena im Zuge eines Gewinnspiels gewünscht, da ich es nochmal mit Brandon Sanderson versuchen wollte. Da ich vorher mit dem Autor kein glückliches Händchen hatte, habe ich mich dann aber eine Weile vor dem Lesen gedrückt. Ganz zu Unrecht: Ich habe das Buch verschlungen und mochte es sehr gern!

5. Christoph Ransmayr - Der Weg nach Surabaya (Rezension)
(eingezogen: März 2016; gelesen: April 2017)
Ich liebe die Bücher von Ransmayr, muss mich aber manchmal dazu überwinden, sie anzufangen, da ich weiß, dass sie keine "leichte" Lektüre sind. So habe ich mich auch bei dieser Erzählsammlung vor dem Lesen gedrückt, mochte das Buch aber letztendlich sehr gern.

6. Liz Jensen - Das neunte Leben des Louis Drax (Rezension)
(eingezogen: Sommer 2016; gelesen: Mai 2017)
Ein Zufallsfund hat mich auf die Autorin aufmerksam gemacht und ich wollte daraufhin mehr von ihr lesen. Mich hat dieses Buch dann aber doch nicht mehr so gereizt und ich habe die Lektüre länger vor mir hergeschoben. Als ich es dann doch endlich aus dem Regal gezogen habe, hat es mir aber sehr gut gefallen.

7. Rachel van Kooij - Klaras Kiste (Rezension)
(eingezogen: Oktober 2016; gelesen: Juni 2017)
Rachel van Kooij habe ich im Zuge einer Fortbildung, die ich mitorganisiert habe, kennengelernt. Sie hat dort unter anderem aus diesem Buch vorgelesen und ich habe es daraufhin gekauft. Bis ich es dann tatsächlich gelesen habe, hat es ein paar Monate gedauert, aber ich fand es sehr gut.

8. Wolfgang Herrndorf - tschick
(eingezogen: Juli 2016; gelesen: Juli 2017)
Der Grund, weshalb dieses Buch ein Jahr lang ungelesen bei mir stand, war hauptsächlich, dass es sich zunächst nicht ergeben hat, es zu lesen, es für mich aber ein Sommerbuch war. Deshalb habe ich dann auf den nächsten Sommer gewartet - und habe es dann auch sehr gern gelesen.

9. Heinrich Böll - Wanderer, kommst du nach Spa ... (Rezension)
(eingezogen: Juni 2016; gelesen: Juli 2017)
Nachdem mir Bölls Irisches Tagebuch so gut gefallen hatte, wollte ich längstens schon ein weiteres Buch von ihm lesen. Es hat dann eine Weile gedauert, bis ich zu dieser Kurzgeschichtensammlung gegriffen habe und sie konnte mich auch nicht ganz überzeugen.

10. Juli Zeh - Unterleuten (Rezension)
(eingezogen: Oktober 2016; gelesen: August 2017)
Dieses Buch ist bei uns in der Arbeit als Rezensionsexemplar übrig geblieben. Obwohl ich Juli Zeh sehr gern lese, hat mich der Umfang des Romans länger abgeschreckt. Als ich dann endlich damit begonnen habe, konnte es mir aber kaum lang genug sein. Ein großartiges Buch!

11. Roland Reichart - Die Gugging-Protokolle (Rezension)
(eingezogen: Dezember 2015; gelesen: August 2017)
Ein Weihnachtsgeschenk, auf das ich ehrlich gesagt wenig Lust hatte. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht meinem Lesegeschmack entsprechen würde. Letztendlich fand ich es gar nicht so schlecht, aber etwas anstrengend zu lesen.

12. Francois Place - Phantastische Reisen I. Vom Land der Amazonen zu den Indigo-Inseln
(eingezogen: Sommer 2016; gelesen: September 2017)
Ich habe dieses Buch, das fiktive Länder in Texten und Bildern beschreibt, gleich begeistert durchgeblättert, nachdem es bei mir eingezogen war. Bis ich es tatsächlich gelesen habe, hat es dann aber doch etwas gedauert. Es war eine sehr nette Lektüre und ich habe im Anschluss auch gleich die anderen zwei Bände gebraucht gekauft.

13. Michael Ondaatje - Katzentisch (Kurzrezension)
(eingezogen: November 2016; gelesen: Oktober 2017)
Dieses Buch gab es letztes Jahr im Zuge der Aktion Eine Stadt. Ein Buch - es war also keine Lektüre, die ich mir bewusst ausgewählt hätte. Vielleicht hatte ich deshalb länger keine Lust darauf. Ich wollte es aber zumindest lesen, bevor es das diesjährige Gratisbuch gibt, daher habe ich eher pflichtbewusst danach gegriffen. Es war für mich kein Jahreshighlight, aber ich habe es gern gelesen.

14. C.J. Cherryh - Der Engel mit dem Schwert
(eingezogen: November 2016; angelesen und abgebrochen im Oktober 2017)
Das erste Buch dieser Aktion, das ich abgebrochen habe. Das Problem war, dass dieses Buch schon jahrelang auf meiner Wunschliste stand, bis ich es überhaupt gekauft habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir schon gar nicht mehr so sicher, ob ich das unbedingt lesen wollte. Ich glaube, dass mir dieser Roman tatsächlich vor Jahren, als ich darauf aufmerksam geworden bin, besser gefallen hätte.

15. Per J. Andersson - Der Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
(eingezogen: Jänner 2016; angelesen und abgebrochen im November 2017)
Und leider ein weiterer Abbruch. Bei diesem Buch haben mich Titel und Klappentext getäuscht. Darin wird die wahre Geschichte von Pikay erzählt, der sich in den 70er Jahren in eine schwedische Touristin verliebte und ihr schließlich nach Schweden nachreiste. Für mich klang es so, als ginge es vor allem um die Reise. Erst, als ich mit dem Lesen begonnen und schließlich auch das Inhaltsverzeichnis genauer angesehen habe, ist mir klar geworden, dass die titelgebende Reise ganz kurz abgehandelt wird und es vor allem um Pikays Lebensgeschichte geht. Das alleine war für mich schon enttäuschend, aber noch dazu fand ich auch den Schreibstil gar nicht gut.

16. Beate Maly - Tod am Semmering
(eingezogen: Dezember 2016; gelesen: Dezember 2017) 
Dieser eisigen Krimi, der in einem verschneiten Hotel spielt, musste bei mir ein Jahr lang warten, da ich letztes Jahr nach dem Kauf doch keine Lust mehr auf winterliche Bücher hatte. Diesen Dezember habe ich ihn nun gelesen und er war wirklich eine passende Lektüre für den Winter. Obwohl der Krimi ganz nett war, konnte er mich nicht ganz überzeugen - ich glaube also nicht, dass ich weitere Krimis von Beate Maly lesen werde.


Da ich keine weiteren Bücher mehr von 2016 oder früher auf meinem SuB habe, ist die Challenge also nun erfolgreich für mich zu Ende gegangen. 

Als Fazit kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, endlich einige der Bücher zu lesen, die ich monatelang schmählich vernachlässigt habe. Obwohl ich an einigen im Laufe der Zeit das Interesse verloren hatte, haben sie mir großteils dann doch sehr gut gefallen - von einigen wurde ich sogar positiv überrascht. Mitgenommen habe ich mir aus dieser kleinen Challenge den Vorsatz, meine gekauften Bücher in Zukunft zeitnah zu lesen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Vorweihnachts-Lesewochen 2017 - 1. Adventswochenende

Bei Ariana gibt es auch dieses Jahr wieder die Vorweihnachts-Lesewochen, denen ich mich gern anschließe, um auf diese Weise etwas mehr Ruhe in eine meiner liebsten, aber auch hektischsten Zeiten des Jahres zu bringen.

Ich steige an diesem ersten Adventswochenende erst sehr spät ein, da ich vorige Woche dienstlich unterwegs war, dann das Wochenende bei meiner Familie verbracht habe und heute erst am Abend nach Wien gekommen bin.
 Hier habe ich gleich meinen traditionellen "Adventsteller" mit vier Gläsern und Teelichtern dekoriert. Ich wollte dieses Jahr eigentlich mal etwas neues gestalten, aber durch den unvermutet frühen Aufbruch zur Dienstreise Montag hatte ich dazu keine Gelegenheit mehr.


Ich hatte in der letzten Zeit bereits einiges an winterlicher Lektüre - so habe ich Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson und Tod am Semmering von Beate Maly gelesen. Durch die Adventszeit begleitet mich nun außerdem Wunder einer Winternacht von Marko Leino.

Noch winterlicher als meine Lektüre war aber meine Woche am Wolfgangsee. Ich habe wieder einen unserer Ausbildungslehrgänge betreut und obwohl es sehr stressig war, war es dank herrlichstem Winterwetter auch sehr schön. Unter der Woche war zwar nur wenig Zeit, um dieses zu genießen (nur einmal haben wir einen abendlichen Ausflug zum Adventmarkt nach St. Wolfgang gemacht), aber am Freitag ging der Lehrgang nur bis Mittag und so konnte ich den Nachmittag noch für einen Ausflug nutzen. Hier also ein paar Eindrücke vom winterlichen Wolfgangsee:








Dienstag, 28. November 2017

Emily St. John Mandel - Das Licht der letzten Tage

erschienen bei Audio Media
ungekürzte Lesung von Stephanie Keller 


In einem Moment hat Jeevan noch König Lear im Theater gesehen, im nächsten scheint bereits die Welt, wie er sie kannte, zu Ende zu gehen: Ein fürchterlicher Virus breitet sich auf der ganzen Welt aus und rafft einen großen Teil der Menschheit dahin.
Zwanzig Jahre danach zieht die "Symphonie", eine Theater- und Musikergruppe, durch verlassene Landstriche und kleine Ortschaften, in denen Überlebende begonnen haben, sich ein neues Leben aufzubauen.

"Das Licht der letzten Tage" ist ein Roman, der im Deckmantel der Postapokalypse daherkommt, tatsächlich aber sehr viel mehr ist. Er wechselt zwischen verschiedenen Handlungssträngen und zwischen mehreren Zeitebenen. Als verbindendes Element aller Ebenen fungieren der Schauspieler Arthur, der gleich zu Beginn des Romans im Theater stirbt, und die Comic-Serie "Das Licht der letzten Tage", die seine Ex-Frau gezeichnet hat. Die Zusammenhänge sind anfangs nicht gleich ersichtlich, treten aber im Laufe des Buches immer stärker zutage und führen auch zu einigen Überraschungen.

Im Zentrum stehen folgende Handlungsstränge:

Gemeinsam mit Jeevan erlebt man, wie sich die Krankheit immer mehr ausbreitet, während er sich mit seinem Bruder und gehorteten Vorräten in der Wohnung verbarrikadiert. Die Autorin beschreibt sehr eindringlich und beklemmend, wie überall auf der Welt das Chaos ausbricht und unsere bekannte Zivilisation zusammenstürzt.

Kirsten ist mit der Symphonie unterwegs und sucht nach weiteren Heften des Comics und nach Presseartikeln über Arthur, mit dem sie als Kinderschauspielerin bis zum Ausbruch der Krankheit auf der Bühne stand. Zusammen mit Kirsten bekommt man Einblick in das harte Leben auf der Straße und begegnet auch einer gefährlichen Gruppe religiöser Fanatiker.

Auf dem Flughafen Severn City in Michigan ist schließlich ein Passagierflugzeug kurz nach dem Ausbruch der Katastrophe gestrandet. Die Reisenden, unter denen sich auch Arthurs Freund befindet, bleiben in ihrer Ratlosigkeit hier und bauen sich im Laufe der Jahre ein neues Leben auf. Sie gründen ein "Museum der Zivilisation", in dem sie Dinge aus der Zeit "davor" sammeln.

Dazwischen werden auch immer Passagen aus Arthurs Leben eingeflochten und man erlebt mit, wie der Comic entsteht, der für Kirsten später so wichtig wird.
Mitunter ist der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen verwirrend und es dauert ein wenig, bis man sich in das Buch eingelesen hat. Ich habe es aber sehr spannend gefunden, wie alle diese Handlungsstränge ineinander verflochten werden und wie man durch sie auch sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Katastrophe bekommt. Die Figuren sind auch alle vielschichtig und interessant ausgestaltet.

"Das Licht der letzten Tage" ist ein fesselnder und interessant aufgebauter Roman, der nicht nur ein sehr erschreckendes Szenario entwirft, sondern auch mit vielen ruhigen Momenten punkten kann. Er wirft auch einige Fragen auf, etwa, was unser Leben ausmacht, was Zivilisation für uns bedeutet und wie eine Gesellschaft mit so einer Katastrophe umgehen kann.
Ein sehr interessantes und ungewöhnliches Buch, das mitunter etwas sperrig ist - aber es lohnt sich dranzubleiben!

Sonntag, 26. November 2017

Gewinnspiel - Auflösung und Gewinner

Vor gut einer Woche habe ich zur Feier meines 1000. Blogbeitrags ein Gewinnspiel mit Bücherrätsel gestaltet, zu dem ihr mir bis gestern die Antworten schicken konntet.

Hier ist nun die Auflösung:

Erste Sätze
1. Patrick Rothfuss - Der Name des Windes
2. Michael Ende - Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
3. John Steinbeck - Jenseits von Eden
4. Robert Löhr - Das Erlkönig-Manöver
5. Michail Bulgakow - Der Meister und Margarita

Buchcover
6. Carlos Ruiz Zafón - Der Gefangene des Himmels
7. Kathryn Stockett - Gute Geister
8. Ally Condie - Matched

Zitate
9. Rachel Joyce - Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
10. Andy Weir - Der Marsianer
Alle, die mir ihre Lösungen geschickt haben, haben sich sehr gut geschlagen - ich war äußerst beeindruckt von den vielen richtigen Antworten.

Auf dem ersten Platz ist Lyne, die sich systematisch durch meinen Blog gekämmt und letztendlich alle Bücher richtig erraten hat.
Dichtauf folgten gleich drei, die nur eine Antwort falsch hatten, daher musste ich den zweiten Platz unter ihnen auslosen. Die glückliche Gewinnerin ist Helke
Herzliche Gratulation euch beiden! Ihr habt diesbezüglich auch schon eine E-Mail von mir bekommen.
Bei allen anderen möchte ich mich nochmal herzlich für die Teilnahme bedanken! 

Freitag, 24. November 2017

Buchstabengeplauder #86

Erinnerung Gewinnspiel

Bis morgen Mitternacht läuft noch mein Gewinnspiel zur Feier des 1000. Blogbeitrags und ich freue mich noch über weitere Einsendungen. Vielen Dank an alle, die bisher mitgemacht haben!
Ich werde am Sonntag im Laufe des Tages die Gewinner bekanntgeben.

Lebensgeplauder

Die letzten Tage waren etwas anstrengend - wieviele Korrekturgänge verträgt ein Skriptum, an dem man mitgewirkt hat, ehe man das Ding nur noch in die Ecke pfeffern will? Kleiner Tipp: Sieben sind auf alle Fälle zuviel ...
Da ich überraschend nächste Woche schon am Montag (und nicht erst am Mittwoch) zur Kursbetreuung nach St. Wolfgang fahren muss, weil meine Kollegin krank geworden ist, ist der Stresslevel außerdem gerade eher noch am Steigen. Noch dazu habe ich irgendeinen Unsinn mit meiner rechten Schulter angestellt und fühle mich gerade in meiner Bewegungsfähigkeit sehr eingeschränkt.
Ich hoffe aber immerhin auf eine verschneite Winterlandschaft nächste Woche am Wolfgangsee. Vor zwei Wochen hatten wir dort - zumindest für einen Tag - noch schönstes Herbstwetter, aber nächste Woche soll es dort doch sehr kalt werden.



Lesegeplauder

Ich bin gerade in einem kleinen Zwiespalt. Seit einer Weile lese ich nun Das Labyrinth der Lichter, den vierten und abschließenden Band von Zafóns Reihe um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Da es teilweise schon sehr lange her ist, seit ich die vorigen Bände gelesen habe, kann ich mich an viele Namen und Zusammenhänge nur noch sehr vage erinnern. Ich habe nun einerseits das Gefühl, dass ich für das bestmögliche Leseerlebnis die Vorgängerbände noch einmal lesen müsste, kann mich aber andererseits gerade dazu nicht aufraffen. Wir reden hier ja nicht eben von dünnen 200 Seiten-Büchlein ... Vielleicht werde ich sie teilweise querlesen, aber das finde ich wiederum auch schade, da ich zumindest Der Schatten des Windes und Das Spiel des Engels sehr mochte und lieber irgendwann einen richtigen Reread einlegen würde.
Ihr seht, ich hänge in dieser Sache ziemlich zwischen den Stühlen.

Hat jemand Das Labyrinth der Lichter schon gelesen und wenn ja: Was meint ihr? Sollte man dafür das Wissen aus den vorigen Romanen noch einmal auffrischen?

Sonntag, 19. November 2017

Elizabeth Marie Pope - The Perilous Gard


erschienen bei Recorded Books
woher: Audible
ungekürzte Lesung von Jill Tanner


England 1558: Kate Sutton, Hofdame von Prinzessin Elizabeth, fällt aufgrund der unbedachten Handlung ihrer Schwester bei Queen Mary in Ungnade und wird daraufhin nach Elvenwood Hall verbannt. An diesem düsteren und abgelegenen Ort, der auch Perilous Gard genannt wird, ist der Glaube an Feen und das Übernatürliche noch sehr lebendig. Vor Jahren verschwand hier die Tochter des Hausherrn Geoffry Heron unter seltsamen Umständen und Geoffreys Bruder Christopher wurde dafür verantwortlich gemacht. Aber Kate zweifelt an dieser Geschichte und beginnt sich zu fragen, ob nicht eher die Feenkönigin dahinter stecken könnte.

"The Perilous Gard" ist ein phantastischer Roman, der 1974 publiziert wurde und als Hintergrund die Ballade von Tam Lin hat. Er beginnt als historischer Roman und würde über weite Strecken auch als solcher funktionieren. Zwar wird schnell klar, dass in Elvenwood Hall seltsame Dinge vor sich gehen, aber zunächst weiß Kate nicht, ob sie es nur mit Aberglauben oder tatsächlich mit dem Übernatürlichen zu tun hat. Es wird eine schöne, leicht unheimliche Atmosphäre aufgebaut, die mir sehr gut gefallen hat. Die zweite Hälfte des Romans wird dann magischer und märchenhafter, wobei man es hier mit einem sehr düsteren Feenreich zu tun hat.

Neben dem sehr stimmigen Setting und der mysteriösen Stimmung besticht das Buch vor allem mit den Figuren. Kate ist eine ganz wunderbare junge Heldin, die die Dinge hinterfragt und ihnen auf den Grund gehen will - auch in Momenten, in denen vielleicht Mitgefühl eher gefragt wäre als Logik. Ihr Verstand, der also einerseits einer ihrer Stärken ist, steht ihr andererseits auch manchmal im Weg. Sie ist mutig, hat aber doch auch immer wieder mit Zweifeln zu kämpfen. Das alles macht sie zu einer sehr runden und stimmigen Figur, die mir sehr sympathisch war.
Auch Christopher Heron ist sehr mehrschichtig gezeichnet und es gibt eine Reihe von interessanten Nebenfiguren - so bekommen auch die Feen ihre ganz eigene Stimme und werden nicht zu einfachen Bösewichten abgestempelt.

Man kann schnell erahnen, dass Kate und Christopher füreinander romantische Gefühle entwickeln werden, aber die Autorin lässt sich sehr viel Zeit, um ihre Beziehung aufzubauen und zu zeigen, wie sie allmählich anfangen, einander zu vertrauen.
Gleichzeitig ist die Liebesgeschichte nicht im Zentrum der Handlung, die den Fokus mehr auf Kates innere Entwicklung legt.

Das alles hat mir sehr gut gefallen und ich war fast traurig, als das Buch zu Ende war. "The Perilous Gard" ist ein fesselnd und gefühlvoll erzählte Geschichte, die ich allen empfehlen kann, die eine solche Mischung aus historischem und phantastischem Roman mögen.

Freitag, 17. November 2017

1000 Beiträge - Rätsel und Gewinnspiel


Ich kann es kaum glauben, aber das hier ist der 1000. Beitrag, den ich für meinen Blog schreibe. Das ist natürlich eine Zahl, die gefeiert werden will!

Daher gibt es heute bei mir ein kleines Bücherrätsel, bei dem es für die zwei TeilnehmerInnen mit den meisten richtigen Antworten ein Buch nebst einer kleinen Überraschung zu gewinnen gibt. Zur Auswahl stehen folgende drei Hardcover:

  • Edgar Allan Poe: Unheimliche Geschichten (neu übersetzt von Andreas Nohl)
  • Garth Stein: Im Licht des Augenblicks
  • Sofi Oksanen: Die Sache mit Norma
 Die genauen Teilnahmebedingungen findet ihr im Beitrag ganz unten.

Und hier kommt nun das Bücherrätsel - ein kleiner Tipp: Alle gesuchten Bücher habe ich hier rezensiert.

Erste Sätze


1. Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag in Stille, und es war eine dreistimmige Stille.

2. An diesem letzten Nachmittag des Jahres war es schon ungewöhnlich früh stockdunkel geworden.

3. Das Salinas-Tal liegt in Nordkalifornien.

4. "Sackerment!", rief Goethe, als ihm hinterrücks eine verkorkte Flasche Burgunders so heftig über dem Schädel zerschmettert wurde, dass ihm der Schlag in alle Glieder ging.

5. An einem ungewöhnlichen heißen Frühlingstag erschienen bei Sonnenuntergang auf dem Moskauer Patriatenteichboulevard zwei Männer.


Verfremdete Buchcover


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Zitate


9. Die Menschen, denen er begegnete, die Orte, die er durchquerte, waren Schritte auf seiner Reise, und jedem einzelnen von ihnen räumte er einen Platz in seinem Herzen ein.

10. Morgen spiele ich mit Starkstrom herum. Undenkbar, dass dabei irgendetwas schiefgehen könnte.


Teilnahmebedingungen

  •  Schickt mir die richtigen Antworten bis zum 25.11.2017 per E-Mail an judith_oliva(at)web.de 
  • Googlen nach Zitaten und ersten Sätzen ist nicht erlaubt! 
  • Die zwei besten TeilnehmerInnen gewinnen ein Buch nebst einer kleinen Überraschung (bei Gleichstand entscheidet das Los).
  • Der/die Teilnehmer/in mit den meisten richtigen Antworten darf sich zuerst ein Buch von den oben gezeigten aussuchen; der/die Zweitplatzierte darf aus den übrigen zwei Büchern eins auswählen.
  • Teilnahme nur mit Wohnsitz in der EU möglich.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sonntag, 12. November 2017

Buchstabengeplauder #85

Nun, da die herbstlichen Lesewochenenden vorbei sind, ist wieder einmal Zeit für ein "normales" Buchstabengeplauder. Und im Zuge dessen gibt es bei mir einen der seltenen Neuzugänge-Beiträge. Sonst kaufe ich meist nur so vereinzelt Bücher, dass sich ein solcher nicht besonders lohnt, aber da in der letzten Woche ganze vier Bücher bei mir eingezogen sind, wollte ich diese doch einmal zusammen vorstellen:


Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson ist ein Kinderbuch, auf das ich im Zuge einer Veranstaltung zu Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur, die ich jeden Herbst organisiere, aufmerksam geworden bin. Dabei sind noch einige weitere Bücher auf meiner Liste gelandet, aber bei diesem war ich mir sicher, dass ich es sofort lesen möchte. Es erzählt die Geschichte der zehnjährigen Siri, deren kleine Schwester vom gefürchteten Piraten Weißhaupt geraubt wurde. Siri begibt sich daraufhin auf eine Reise durchs Eismeer, um ihre Schwester zurückzuholen. Von der Erzählweise her erinnert das Buch an Astrid Lindgren und deshalb musste das Buch bei mir einziehen.

Ostwind - Westwind von Pearl S. Buck war dagegen ein Zufallsfund, der mitkommen durfte, da es das Buch zum halben Preis gab und ich von der Nobelpreisträgerin ohnehin noch ein Buch lesen möchte. Es geht darin um eine junge Chinesin, die sehr traditionell auf ihre (arrangierte) Ehe vorbereitet wurde. Ihr Bräutigam hat aber in den USA studiert und wünscht sich eine "moderne" Frau an seiner Seite. Das klang für mich nach einem interessanten Kulturkonflikt.

Wunder einer Winternacht von Marko Leino steht schon seit ein paar Jahren auf meiner Wunschliste, aber ich war mir nie recht sicher, ob das wirklich meinem Beuteschema entspricht. Als ich dieses Jahr nach einem Adventkalenderroman gesucht habe, bin ich wieder darüber gestolpert (das Buch ist genau in 24 Kapitel aufgeteilt). Mal sehen, wie mir die Geschichte eines finnischen Waisenjungen, der vom gesamten Dorf aufgezogen wird, gefällt.

Letzte Nacht von Stewart O'Nan ist das diesjährige Gratisbuch der Aktion Eine Stadt. Ein Buch. Mir haben vorher weder Buch noch Autor etwas gesagt, obwohl Stewart O'Nan schon zahlreiche Romane veröffentlicht hat. In diesem Buch, das 2007 erstmals erschienen ist, werden die letzten Stunden eines Restaurants beschrieben, ehe dieses schließt. 


ein Zimmer aus Buchseiten
Der Hinweis auf das Gratisbuch der Stadt Wien bildet auch gleich meine Überleitung zur Buch Wien 2017.  Ich war dieses Jahr nur sehr kurz dort, weil ich sie zeitlich nicht recht unterbringen konnte. Dementsprechend bin ich gestern nur durchgeschlendert, habe mich ein wenig bei den Ständen umgeschaut, kurz bei den Lesungen/Diskussionen reingehört, ein paar Leseproben und Vorschauen mitgenommen und das wars dann auch schon wieder.
Es war aber auch wie immer recht überschaubar. Bei der Buch Wien trifft sich vor allem die leider doch recht kleine österreichische Verlagsszene nebst ein paar Verlagen aus dem weiteren deutschsprachigen Raum sowie diverse Kulturinstitute. Mit Frankfurt und Leipzig nicht zu vergleichen, dafür aber auch weniger stressig.




Nächste Woche bin ich ab Mittwoch wieder zur Kursbetreuung am Wolfgangsee. Im November ist das Wetter dort leider nicht so verlockend, aber ich hoffe, dass es dennoch eine gute und nicht zu stressige Kurswoche wird.

Freitag, 10. November 2017

[Kurzrezensionen] Von einer Perle, einer Seereise und rätselhaften Eulen

John Steinbeck - Die Perle

Diese Novelle, die auf einer mexikanischen Sage basiert, erzählt von dem armen Fischer Keno, der nahe der Stadt La Paz wohnt. Als er eines Tages in einer Auster eine riesige Perle findet, beginnt er Pläne für sich, seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schmieden. Aber der vermeintliche Segen entpuppt sich eher als Fluch.
Steinbeck schreibt hier von den Schattenseiten des Reichtums, vor allem aber von einer unüberbrückbaren gesellschaftlichen Kluft. Keno, der von einem besseren Leben träumt, hat keine Chance, diese Kluft zu überbrücken und ist mit der Perle der Willkür der Mächtigen umso mehr ausgeliefert.

Ich habe in den letzten Jahren einige Bücher von Steinbeck gelesen, die ich alle sehr mochte und auch dann, wenn sie eher traurig waren, nicht trostlos fand. "Die Perle" fand ich zwar sehr fesselnd und auch eindringlich zu lesen, gleichzeitig aber zu düster. Die Erzählung geht sehr unter die Haut, hat mich aber beim Lesen so aufgewühlt, dass ich am Ende richtiggehend niedergeschlagen war.
Ein sehr guter Kurzroman, der mir allerdings ein wenig zu bedrückend war.


Michael Ondaatje - Katzentisch

In den 1950er Jahren ist der elfjährige Michael auf einem Schiff von Colombo unterwegs nach England, wohin seine Mutter schon ein paar Jahre zuvor ausgewandert ist. Dort unternimmt er mit zwei Jungen in seinem Alter allerlei Unsinn und erkundet mit ihnen das Schiff. Neben den dreien lernt man eine Reihe eher armer Mitreisender kennen, die zusammen mit Michael am sogenannten "Katzentisch" sitzen.
Michael schildert rückblickend die Ereignisse der Fahrt - all die Liebeleien, Diebstähle und seltsamen Verstrickungen, die er zusammen mit seinen Freunden beobachtet. Jahre später kommt er mit einigen Reisegefährten wieder in Kontakt und wird sich dabei auch wieder bewusst, wie groß der Einfluss dieser kaum einmonatigen Reise auf sein Leben war.

"Katzentisch", das Gratisbuch der Stadt Wien 2017, hat eine episodenhafte Erzählweise, da es eine Vielzahl von kleinen Geschichten vereint. Ich habe den Roman sehr unterhaltsam gefunden, mitunter aber etwas zerfasert. Er ist zwar gut konstruiert und vereint eine ganze Reihe von originellen Figuren, wirkt aber durch die vielen Einzelepisoden und die vielen Themen, die er darin anspricht, ein wenig überfrachtet.


Alan Garner - The Owl Service

Alison entdeckt auf dem Dachboden ihres walisischen Sommerhauses ein Porzellanservice mit einem Blumenmuster, in dem sie Eulen zu sehen meint. Als sie das Muster aus Papier ausschneidet und zu Eulen zusammensetzt, entfesselt sie einen alten Fluch. Zusammen mit ihrem Stiefbruder Roger und Gwyn, dem Sohn der Köchin, wird ihr Leben auf seltsame Weise mit der alten walisischen Sage rund um Blodeuwedd verknüpft.

Alan Garner entfaltet in diesem Jugendbuch, das 1967 publiziert wurde, eine rätselhafte, mystische Geschichte, in der keltische Mythen mit der Gegenwart verknüpft werden. Als Leserin wird man recht ahnungslos in den Roman hineingestoßen und begreift erst nach und nach, was alles zu bedeuten hat. Das erweckt ein Gefühl von fremder und unheimlicher Magie, führt aber auch dazu, dass man beim Lesen manches Mal im Dunkeln tappt. Ich musste mich sehr konzentrieren, um der Geschichte folgen zu können. Die Atmosphäre ist nicht nur geheimnisvoll, sondern auch auf eine ganz eigene Art und Weise gruselig.
Eine faszinierende Lektüre, die ich aber teils auch als verstörend und nur schwer verständlich empfunden habe.

Mittwoch, 8. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Auswertung und Gewinnerin

Vergangenes Wochenende haben Lyne und ich zwei Lesetage der besonderen Art mit zwei Bingoblättern veranstaltet. Außerdem gab es für die Person, die die meisten Felder pro Blatt löst, ein Wunschbuch im Wert von 10 Euro zu gewinnen.
Wir waren zwar nur eine kleine Runde, hatten aber drei umso eifrige Mitleserinnen: Sam, A.Disia und Nicole Katharina hatten sich uns angeschlossen.

 

Und das sind die Ergebnisse bei den Bingoblättern (Lyne und ich haben uns hier selbst nicht mitgezählt, da wir uns ja nicht selbst beschenken wollten ;-)):

Szenenbingo
Nicole Katharina: 19
Sam: 14
A.Disia: 10

Backstagebingo
Nicole Katharina: 25
Sam: 19
A.Disia: 18

Das bedeutet, dass Nicole Katharina bei beiden Blättern die meisten Felder erfüllt hat und somit ein Wunschbuch im Wert von 20 Euro bekommt. Herzlichen Glückwunsch! 
Meld dich bitte bei Lyne (lynesbooks@gmail.com) oder mir (judith_oliva@web.de) per Mail mit deiner Adresse und deinem Buchwunsch.

Danke euch allen dreien fürs Mitmachen! Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Wochenende lesend mit euch zu verbringen!

Sonntag, 5. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Sonntag, 5.11.

Willkommen zum zweiten Tag mit dem Bingo-Lesewochenende von Lyne und mir!
Die Erklärung und Anmeldung zum Bingo findet ihr hier - ihr kommt zum Einstiegsbeitrag auch in der linken Seitenleiste, wenn ihr auf den Banner klickt. Gern könnt ihr auch heute noch ins Lesewochenende mit einsteigen!

Ich bin heute etwas später in den Tag gestartet als geplant, da ich in der Früh nochmal eingeschlafen und dann erst um 9 Uhr aufgewacht bin. Jetzt fühle ich mich - wie immer in solchen Fällen - etwas zermatscht und habe leichte Kopfschmerzen. Hoffentlich gibt sich das im Laufe des Tages.
Gestern habe ich noch mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen (eine Premiere - als Kind habe ich das nie gemacht) und folglich auch im Bett gelesen.


Heute habe ich beim Frühstück in Die Terranauten weitergelesen und konnte dabei auch wieder einige Szenen abhaken:
Dawn Chapman hat für eine Weile ein Geheimnis und ist deshalb ratlos. Sie und andere denken über ihre Situation in inneren Monologen nach und schließlich liest Dawn eine Broschüre.

Jetzt werde ich mal schauen, wie weit ihr bislang gekommen seid und was ihr gerade so lest.


Update um 14:15

Ich habe gerade Sally Jones ausgelesen und bin ganz begeistert (und etwas melancholisch, da die Geschichte auch ein wenig traurig ist). Das ist so ein schönes Kinderbuch und ich hoffe sehr, dass es noch einen weiteren Roman über die liebenswerte Gorilladame geben wird - zumindest gibt es am Ende einen kleinen Hinweis, dass das nicht ausgeschlossen ist.
Ich konnte auch noch ein paar Felder abhaken, aber da ich mich jetzt dann mit Lyne zum Teetrinken treffe, muss ich das Update der Bingoblätter auf später verschieben. Jetzt muss ich ich erst mal mein Zeug zusammensuchen und zum Bus gehen. Mein Reader mit den Terranauten wird mich natürlich im Bus begleiten! 


Update um 19:00

Lyne und ich haben einen gemütlichen Nachmittag im Teehaus "Little Britain" verbracht und somit habe ich nun auch außerhalb der Wohnung etwas gemacht.
Unterwegs im Bus habe ich Die Terranauten weitergelesen und konnte dabei auch noch zwei Felder abhaken. So gibt es Probleme in einer Familie und zwei der Terranauten küssen sich.
Davor konnte ich mit Sally Jones noch folgende Szenen erledigen: Jemand stirbt, Jemand schreibt etwas, Ein Familienmitglied hilft

Als ich dann endlich meine erste Bingoreihe voll hatte, habe ich auch gleich laut Bingo gerufen und vorhin habe ich mal eine ausgedehnte Blogrunde gedreht (mein Feedreader ist schon übergegangen vor ungelesenen Beiträgen).
Nun werde ich mich aufs Sofa mit meinem Sachbuch Seltsame Karten zurückziehen - und bei der Gelegenheit habe ich auch endlich mal mein Buch und meinen Leseplatz fotografiert.


Update um 23:00

Ich habe heute Abend noch zwei Bücher ausgelesen - Seltsame Karten und auch Die Terranauten. Letzteres war dann noch sehr spannend, allerdings weiß ich noch nicht, was ich vom Ende halten soll.

Mein Leseziel für das Wochenende habe ich damit zu drei Viertel geschafft: Drei meiner begonnenen Bücher habe ich beendet, nur beim Hörbuch fehlen mir noch ein paar Stunden.
Bei den Bingoblättern konnte ich beim Szenenbingo mehr ausstreichen, als ich erwartet hätte. Beim Backstagebingo habe ich bei den aktiven/kreativen Aufgaben ein wenig ausgelassen, habe aber immerhin 17 Felder erfüllt.

Auf jeden Fall hat es sehr viel Spaß gemacht, das Wochenende mit Lesen und dem Bingo zu verbringen. Vielen Dank auch euch fürs Mitmachen und das eifrige Erfüllen der Bingo-Aufgaben!

Lyne und ich werden uns dann morgen mit der Auswertung des Gewinnspiels melden.

Samstag, 4. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Samstag, 4.11.

Hier ist nun mein eigener Beitrag zum Lesewochenende, bei dem ich euch auf dem Laufenden halten werde, was ich lese und wie ich mit den Bingoblättern vorankomme.
Die Erklärung und Anmeldung zum Bingo findet ihr hier - ihr kommt zum Einstiegsbeitrag auch in der linken Seitenleiste, wenn ihr auf den Banner klickt.

Ich lese derzeit vier Bücher parallel - als Sachbuch begleitet mich Seltsame Karten, dann liegt auf meinem Nachttisch noch Sally Jones. Mord ohne Leiche und für unterwegs habe ich noch Die Terranauten aus der Onleihe auf meinem Reader. Außerdem lausche ich derzeit dem Hörbuch Die Ernte des Bösen. Ich würde dieses Wochenende gern alle vier Bücher auslesen und mich vielleicht auch noch etwas Neuem zuwenden.
Da ich heute noch aufräumen, putzen und das weitere Umsortieren meiner Bastel- und Handarbeitssachen (womit ich letztes Wochenende begonnen habe) plane, werde ich vermutlich einige Stunden mit dem Hörbuch verbringen. 
Mal sehen, ob ich dabei unsere Bingoblätter im Blick behalten kann. ;-)


Update um 13:00

Ich habe bislang den Tag mit Aufräumen, Putzen und Kochen verbracht und dabei weiter Die Ernte des Bösen gehört. Drei Felder kann ich beim Szenenbingo bereits abhaken:
Die Figur isst/kocht etwas (Robin und Cormoran haben während ihrer Ermittlungen gegessen)
Die Augenfarbe einer Figur wird erwähnt (eine befragte Zeugin wurde mit dunkelbraunen Augen beschrieben)
Jemand zieht eine andere Kleidung an (besagte Zeugin zieht sich zwischen zwei Szenen um, worauf auch hingewiesen wird)

Auch beim Backstagebingo kann ich zwei Kreuze machen und zwar habe ich zum einen ein paar Blogbeiträge kommentiert und zum anderen oben auch schon mein Leseziel für das Wochenende formuliert: Ich möchte meine vier begonnenen Bücher auslesen.

Jetzt muss ich erst mal einkaufen gehen und werde mich also später wieder melden.


Update um 17:30

So, ich war heute Nachmittag noch einkaufen, habe meinen Bastelkram fertig umsortiert und auch fertig geputzt. Dabei konnte ich weiter meinem Krimi lauschen und ein paar weitere Felder abhaken:
Eine Figur hat Angst (Robin hat Angst nach dem Öffnen eines Briefes)
Es geht um Geld (Durch Aussicht auf Geld wird eine Figur zum Reden gebracht)

Nachdem alles soweit erledigt war, habe ich mich schließlich Sally Jones zugewandt. Ich habe mir dann auch noch einen neuen Leseplatz gesucht und zwar habe ich mich auf den Boden gesetzt - das klingt vermutlich erst mal nicht so gemütlich, aber als Kind und Jugendliche habe ich sehr viel auf dem Teppich liegend oder sitzend gelesen (und ja, ich hätte auch andere Sitzgelegenheiten gehabt). Daher war da für mich also eine gewisse Nostalgie mit dabei.
Bei Sally Jones bin ich dann auch noch auf weitere Szenen gestoßen:
Jemand lacht (der Maharadscha, bei dem Sally Jones gelandet ist)
Dialog zwischen mindestens 3 Figuren (der Maharadscha, sein Diwan und eine Gruppe von Engländern)
Jemand verreist (Sally Jones und der Maharadscha unternehmen eine Reise in einem kleinen Flugzeug)

Mal sehen, ob ich nun weiter bei Sally Jones bleibe oder zu meiner Häkelarbeit greife und mich wieder dem Hörbuch zuwende.  


Update um 23:30

Ich kann inzwischen das Lesen in der Badewanne und das Lesen im Pyjama abhaken; außerdem habe ich mir vorher einen Ingwertee gemacht.
Außerdem ist zu Sally Jones Besuch gekommen.
Die Bingoblätter werde ich dann morgen in der Früh entsprechend aktualisieren.

Obwohl ich bei Sally Jones noch ein ganzes Stück vorangekommen bin, war der Abend dann in punkto Lesen nicht mehr so produktiv wie erhofft. Ich wollte nämlich bei einem Dreieckstuch weiterhäkeln, das ich schon seit Ewigkeiten unfertig herumliegen habe.  Dann konnte ich aber zunächst die Anleitung nicht mehr finden und dann habe ich als Folge dessen begonnen, meine Lesezeichen aufzuräumen. Dabei bin ich eine ganze Weile hängengeblieben.
Nun werde ich mich ins Bett verziehen und dort noch ein wenig lesen (möglicherweise auch mit Taschenlampe unter der Decke ;-)).

Gute Nacht und bis morgen!

(hier gehts am Sonntag weiter)

Bingo! Ein Lesewochenende am 4. und 5.11.2017


Lyne und ich machen endlich wieder ein gemeinsames Lesewochenende und dieses Mal haben wir als Besonderheit zwei Bingoblätter für euch vorbereitet.

Wie ihr teilnehmen könnt?
Meldet euch bei Lyne oder mir einfach via Kommentar oder E-Mail. Ihr könnt jederzeit einsteigen und mit dabei sein, solange ihr wollt. Ich werde sowohl diesen Beitrag als auch alle TeilnehmerInnen in meiner Seitenleist verlinken.

Wie funktioniert das Bingo?
Wir haben zwei Bingoblätter für euch vorbereitet - in einem geht es um den Inhalt eurer Bücher, in dem anderen darum, was ihr an diesem Wochenende so macht, wo und wie ihr lest, ...
Ihr könnt beide Bingoblätter machen oder nur eines - oder ihr könnt auch einfach nur so mitlesen. Wir freuen uns aber besonders, wenn ihr auch am Bingo teilnehmt!
Wer die meisten Felder pro Blatt löst, bekommt ein Wunschbuch (im Wert von 10 Euro). Schickt uns einfach bis Montag (6.11.) den Link zu eurem Beitrag mit dem Bingo oder schickt das Bingoblatt/die Bingoblätter per Mail an judith_oliva(at)web.de, falls ihr ohne Blog mitmacht.

Unten findet ihr nun die Bingoblätter und zusammengefasst noch einmal die Teilnahmebedingungen. Viel Spaß!



Teilnahmebedingungen
1. Der/die Teilnehmer/in mit den meisten erfüllten Bingofeldern pro Bingoblatt gewinnt ein Wunschbuch im Wert von EUR 10.
2. Ihr müsst Teilnehmer des Lesewochenendes auf Neyashas und Lynes Blog sein.
3. Verlinkt euren Blogpost mit dem Bingo entweder in den Kommentaren oder schickt bis 6. November das ausgefüllte Bingoblatt/die Bingoblätter per Mail an judith_oliva(at)web.de
4. Teilnahme für Leser mit ständigen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz möglich.
5. Es ist keine Auszahlung in Bar möglich.
6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Pamela Moore - Cocktails


erschienen bei Piper


Pamela Moore war erst achtzehn Jahre alt, als sie den Coming-of-Age-Roman "Cocktails" schrieb und dieser daraufhin in den USA ein Kultbuch der Jugendlichen in den 50er Jahren wurde. Ihre nachfolgenden Romane blieben allerdings erfolglos und mit nur sechsundzwanzig Jahren beging die Autorin Selbstmord. 
Hierzulande geriet sie daraufhin in Vergessenheit, bis Piper das Buch in neuer Übersetzung von Tanja Handels herausbrachte. 


Der Roman erzählt von der fünfzehnjährigen Courtney, die ein Internat an der Ostküste besucht, während ihre Mutter in Hollywood damit beschäftigt ist, sich eine Schauspielkarriere aufzubauen. Als Courtney nach Problemen in der Schule das Internet verlässt und zu ihrer Mutter zieht, wird sie mit hineingezogen in eine Welt voller Parties und Alkohol.
Courtney, die schon im Internat zu Depressionen neigte, verliert in dieser Scheinwelt ganz den Halt. Sie will einerseits Kind sein und leidet darunter, dass ihre Mutter keine wirkliche Verantwortung übernehmen will; andererseits versucht sie Teil der Erwachsenenwelt zu sein und stürzt sich nicht nur in das Partyleben voller Cocktails, sondern lässt sich auch auf eine Affäre mit einem Schauspieler ein.

Courtney zieht schließlich mit ihrer Mutter nach New York, wo alles in geregelteren Bahnen verlaufen soll und wo sie stattdessen mit ihrer früheren Freundin Janet ins New Yorker Nachtleben eintaucht. Sie ist einerseits beeindruckt von der vermeintlichen Weltgewandtheit von Janets älteren Freunden und empfindet andererseits an der Langeweile und Sinnlosigkeit angesichts der gleichförmigen Parties und Alkoholexzesse. Erneut also fühlt sie sich zerrissen und weiß nicht, wie sie ihren Platz im Leben finden soll.

Dieses Zerrissensein beschreibt Pamela Moore sehr eindringlich und wenn man sich die Biografie der Autorin genauer ansieht, liegt die Vermutung nahe, dass der Roman auch starke autobiografische Züge aufweist.
Den Schreibstil habe ich nicht als kindlich empfunden, aber die Art und Weise, wie die Autorin Courtneys Gefühle und Gedanken beschreibt, wirkt so unmittelbar und ungefiltert, dass hier doch das jugendliche Alter durchschimmert. Auf der einen Seite stehen die Unbekümmertheit und kindliche Denkweise von Courtney, auf der anderen Seite Weltschmerz, Melancholie und die Ängste eines heranwachsenden Mädchens.
Courtneys Entwicklungsgeschichte selbst ist durch die Schilderung all dieser Gefühle und Probleme gewissermaßen zeitlos, obwohl der Roman klar in seiner Epoche verankert ist.

Ich fand den Roman interessant zu lesen und als Debüt einer Achtzehnjährigen auf jeden Fall beeindruckend, auch wenn ich mit Courtneys Lebensstil (all die Parties und der Alkohol) nicht viel anfangen konnte. Eine lohnenswerte Coming-of-Age-Geschichte, bei der ich mir allerdings nicht sicher bin, ob sie auch heutzutage noch Jugendliche ansprechen würde.

Sonntag, 29. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 29. Oktober

Heute ist der letzte Tag mit Winterkatzes Herbstlesen  und ich habe vor, ihn ausgiebig zu nutzen. :-)
Gestern habe ich am Abend noch einiges bei Sally Jones weitergelesen. Das ist wirklich ein tolles Buch - abenteuerlich, phantasievoll, warmherzig. Ich freue mich schon darauf, heute weiter darin zu lesen. Außerdem werde ich sicher wieder zu meinem Hörbuch Die Ernte des Bösen greifen, da heute noch häkeln auf dem Programm steht.

Derzeit bin ich noch etwas müde. Seit gestern Abend fegt hier ein derartiger Sturm durch die Stadt, dass ich kaum schlafen konnte. Mein armer Balkon sieht heute auch ziemlich mitgenommen aus. Falls es heute den ganzen Tag so stürmisch bleibt, werde ich wohl keinen Fuß vor die Tür setzen. Also genau der richtige Tag zum Lesen.


Update um 13:30

Puh, das war vielleicht ein Unwetter heute Vormittag! Sturm, Regen, Gewitter ... mein Balkon sieht ziemlich mitgenommen aus. Mittlerweile hat sich das Wetter etwas beruhigt, aber es ist immer noch sehr stürmisch.
Da ist es genau das richtige, sich auf dem Sofa mit einem Buch einzukuscheln. Ich bin bei Sally Jones mittlerweile etwa auf Seite 350 und die liebenswerte Affendame hat schon so einige Abenteuer hinter sich.

Mir ist eingefallen, dass ich euch noch meine Erzeugnisse vom letzten Wochenende zeigen wollte. Das hier ist meine Häkelarbeit - es sind Babyschühchen für eine Freundin, die Tante geworden ist:


Und das hier ist die Halloween-Maske, die ich gebastelt habe (Scarecrow aus "Batman Begins"). Der Hund hat auf jeden Fall bei der Feier vor mir Reißaus genommen:


Und vergangene Woche habe ich dann für meine Arbeitskollegin noch eine Fledermaus gehäkelt:


Für heute steht auch noch häkeln auf dem Programm - die Ente für meinen Neffen hatte aufgrund der gezeigten Projekte auch weiterhin das Nachsehen, aber nun muss sie endlich fertig werden. Ich habe die nächsten Tage frei und werde morgen zu meiner Familie fahren und da soll natürlich auch die Ente mitkommen.
Daher werde ich mich jetzt mal eine Weile der Häkelei und meinem Hörbuch widmen. 


Update um 22:15

Geschafft, die Ente ist fertig! Und ich bin ein ganzes Stück bei meinem Hörbuch weitergekommen, das sich bislang etwas stärker dem Privatleben von Cormoran und Robin widmet als die ersten beiden Bände.

Und damit verabschiede ich mich vom diesjährigen Herbstlesen. Es war wieder sehr schön, den Oktober mit Büchern, Hörbüchern und allgemeinem Bloggeplauder zu verbringen (zugegeben, das allgemeine Geplauder hat bei mir möglicherweise mehr Raum bekommen als das Lesen ...). Danke, Winterkatze und danke allen, die mitgelesen und so eifrig kommentiert haben!